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Artikel: Narbensalbe mit Silikon: Wirkung, Anwendung & Vergleich

Narbensalbe mit Silikon: Wirkung, Anwendung & Vergleich

Narbensalbe mit Silikon: Wirkung, Anwendung & Vergleich

Sie stehen vor dem Spiegel, heben vorsichtig den Verbandrand an oder sehen die frische Linie nach der OP zum ersten Mal richtig an. Oft kommt dann dieselbe Frage: Wird das so bleiben? Gerade nach einer Brust-OP, einer Liposuktion, Bauchdeckenstraffung oder einem Kaiserschnitt ist die Narbe plötzlich sehr präsent, obwohl man sich doch eigentlich auf die Heilung und das neue Körpergefühl konzentrieren wollte.

Diese Unsicherheit ist normal. Eine Narbe verändert sich über Wochen und Monate, und genau in dieser Zeit können Sie viel dafür tun, dass sie ruhiger, weicher und unauffälliger abheilt. Eine narbensalbe mit silikon ist dabei für viele Patientinnen und Patienten ein praktikabler, medizinisch etablierter Baustein, weil sie einfach in den Alltag einzubauen ist und nicht invasiv behandelt.

Besonders wichtig wird das nach Eingriffen, bei denen zusätzlich Kompressionskleidung getragen wird. Viele bekommen zwar gute Hinweise zur Kompression und getrennt dazu Tipps zur Narbenpflege. Aber die entscheidende Alltagsfrage bleibt oft offen: Wie kombiniert man beides richtig, ohne dass die Salbe verschmiert, die Kleidung rutscht oder die Narbe unnötig gereizt wird?

Genau darum geht es hier. Nicht trocken, sondern so, wie ich es einer Patientin in der Nachsorge erklären würde: verständlich, Schritt für Schritt und mit einem klaren Ziel. Sie sollen am Ende wissen, was Silikon macht, wann Sie anfangen, wie Sie es anwenden und wie es zusammen mit Kompressionsmiedern sinnvoll funktioniert.

Inhaltsverzeichnis

Der Blick in den Spiegel nach der OP – Was nun für Ihre Narbe?

Die ersten Tage nach einer Operation sind oft widersprüchlich. Einerseits ist Erleichterung da, dass der Eingriff geschafft ist. Andererseits fällt der Blick immer wieder auf die Narbe, und jede Rötung, jede kleine Verhärtung und jedes Ziehen wirkt plötzlich groß.

Viele denken dann, sie müssten einfach abwarten. Ganz so passiv sind Sie der Heilung aber nicht ausgeliefert. Wenn die Wunde geschlossen ist und Ihr Operateur die Pflege freigibt, beginnt eine Phase, in der Konsequenz oft wichtiger ist als komplizierte Maßnahmen.

Nehmen wir eine typische Situation. Eine Patientin nach Kaiserschnitt trägt tagsüber ihre stützende Kleidung, bewegt sich vorsichtig und möchte nichts falsch machen. Abends fragt sie sich: Soll ich jetzt schon etwas auftragen, oder ist das zu früh? Wie viel ist genug? Und verträgt sich das überhaupt mit dem Stoff, der später wieder direkt auf der Haut liegt?

Viele Sorgen rund um Narben entstehen nicht, weil Patientinnen ungeduldig sind, sondern weil ihnen ein klarer, einfacher Ablauf fehlt.

Eine narbensalbe mit silikon kann genau hier helfen, weil sie keine aufwendige Routine verlangt. Sie passt in einen normalen Alltag, auch wenn Sie Kinder versorgen, wieder arbeiten oder sich noch eingeschränkt bewegen. Wichtig ist nicht Perfektion, sondern ein verlässlicher Rhythmus.

Was Patientinnen und Patienten oft verunsichert

  • Der frühe Eindruck der Narbe: Frische Narben sehen fast nie so aus, wie sie später aussehen werden.
  • Das Spannungsgefühl: Straffheit, leichtes Ziehen oder Juckreiz können Teil der Heilungsphase sein.
  • Zu viele Ratschläge: Mal wird Creme empfohlen, mal Pflaster, mal Massage. Ohne Einordnung wirkt das schnell widersprüchlich.

Hilfreich ist ein einfacher Gedanke: Ihre Narbe braucht in dieser Phase vor allem Ruhe, Schutz und ein gutes Hautmilieu. Silikonprodukte zielen genau darauf ab. Sie ersetzen keine ärztliche Kontrolle, aber sie geben Ihnen ein Werkzeug an die Hand, mit dem Sie selbst aktiv etwas für die Reifung Ihrer Narbe tun können.

Wie eine Silikonsalbe Ihrer Haut beim Heilen hilft

Silikon wirkt nicht wie eine aggressive Behandlung. Es brennt normalerweise nicht, es schält die Haut nicht ab und es “zwingt” die Narbe nicht. Man kann es sich eher wie ein unsichtbares, atmungsaktives Pflaster vorstellen, das sich als feine Schutzschicht auf die Haut legt.

Eine Infografik erklärt, wie Silikon die Hautheilung durch Feuchtigkeitsregulierung, Kollagenmodulation und ein schützendes, atmungsaktives Pflaster unterstützt.

Die Schutzschicht, die man nicht spürt

Diese Schicht ist semipermeabel. Das bedeutet: Sie dichtet die Haut nicht komplett luftdicht ab, aber sie hilft, den transepidermalen Wasserverlust zu verringern. Genau das ist für eine junge Narbe wichtig.

Wenn eine Narbe zu stark austrocknet, reagiert das Gewebe oft unruhiger. Silikon hält das Milieu ausgeglichener. Laut den beschriebenen klinischen und histologischen Analysen reduziert diese Hydratation die übermäßige Aktivität der Fibroblasten und normalisiert die Kollagensynthese. Dadurch können hypertrophe Narben um bis zu 50 bis 70 % flacher werden, wie bei Kelo-Cote und der Wirkweise von Silikongel beschrieben.

Für Sie heißt das in einfachen Worten: Die Narbe bekommt eher das Signal, geordnet statt überschießend zu heilen.

Warum weniger Wasserverlust so wichtig ist

Viele Patientinnen merken zuerst nicht an der Optik, sondern am Gefühl, dass Silikon etwas verändert. Die Haut spannt weniger. Juckreiz lässt nach. Die Narbe fühlt sich nicht mehr so “hart” oder störrisch an.

Das hat mit dem besseren Feuchtigkeitsniveau zu tun, aber auch damit, dass die Narbenstruktur ruhiger wird. Kollagen ist wichtig für Heilung, nur eben nicht in ungeordneter Übermenge. Wenn die Haut weniger Alarm bekommt, wird das Gewebe oft weicher und gleichmäßiger.

Praktische Faustregel: Eine gute narbensalbe mit silikon soll nicht dick sichtbar aufliegen. Sie soll als dünner, gleichmäßiger Film arbeiten.

Auch die übrige Hautpflege spielt eine Rolle. Wer sich intensiver damit beschäftigen möchte, wie Hautregeneration unterstützt wird, findet bei die Bedeutung von Vitamin C für die Haut einen gut verständlichen Überblick zum Zusammenhang zwischen Hautbarriere und Pflege.

Im Alltag merken Sie die Wirkung von Silikon oft an diesen Punkten:

  • Weniger Reibung: Kleidung scheuert meist weniger unangenehm über der Narbe.
  • Mehr Geschmeidigkeit: Die Haut wirkt nicht so trocken und spröde.
  • Ruhigeres Hautbild: Rötung und Spannung können mit der Zeit abnehmen.

Was die Wissenschaft zur Wirksamkeit sagt

Am Anfang nach einer Operation stehen viele Patientinnen vor derselben Frage. Reicht gute Pflege aus, oder gibt es für Silikon wirklich einen medizinischen Grund? Die kurze Antwort lautet: Ja. Silikon hat in der Narbenbehandlung seit Jahren einen festen Platz.

Eine mikroskopische Nahaufnahme zeigt eine Kollagenmatrix unter einer Silikonschicht in einem wissenschaftlichen Labor mit Analysebildschirm.

Warum Silikon medizinisch ernst genommen wird

In der Fachliteratur wird Silikon seit Langem als Standardmaßnahme bei gefährdeten, verdickten oder unruhig heilenden Narben beschrieben. Der Grund ist einfach: Es handelt sich nicht um eine bloße Kosmetikidee, sondern um eine Behandlung, die in Leitlinien und Übersichtsarbeiten regelmäßig berücksichtigt wird.

Wenn Sie tiefer nachlesen möchten, finden Sie in der Übersicht zur wissenschaftlichen Grundlage der Silikon-Narbenpflege eine gut verständliche Zusammenfassung.

Für den Alltag ist das wichtig. Nach Eingriffen wie Bauchdeckenstraffung, Fettabsaugung oder Kaiserschnitt suchen viele Betroffene etwas, das wirksam ist und sich trotzdem zu Hause umsetzen lässt. Genau dort passt Silikon gut hinein, vor allem dann, wenn die Narbe zusätzlich durch Kompressionswäsche geschützt wird. Silikon beeinflusst die Hautoberfläche, Kompression reduziert Zug, Reibung und Schwellung. Zusammen schaffen beide Bedingungen, unter denen eine Narbe oft ruhiger ausreifen kann.

Was das für Ihre Heilung praktisch bedeutet

Sie müssen keine Studien lesen, um den Nutzen richtig einzuordnen. Entscheidend ist: Wenn Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Klinik Silikon empfiehlt, dann gehört das in vielen Fällen zur seriösen Nachsorge.

Das ist besonders beruhigend, wenn Sie keine weitere Behandlung mit Spritzen, Laser oder anderen Eingriffen möchten.

Eine narbensalbe mit silikon lässt sich in die tägliche Routine einbauen. Das klappt oft gut nach dem Duschen, sobald die Haut vollständig trocken ist und die Wunde geschlossen verheilt ist. Bei Patientinnen mit Kompressionskleidung ist die Reihenfolge wichtig: erst die dünne Silikonschicht trocknen lassen, dann das Mieder oder die Kompressionshose anziehen. Sonst reibt das Produkt eher ab, statt gleichmäßig auf der Narbe zu bleiben.

Medizinisch anerkannt heißt nicht, dass eine Narbe schnell verschwindet. Es heißt, dass Sie mit einer Methode arbeiten, die zur normalen Narbenbiologie passt und sich über Wochen und Monate sinnvoll durchhalten lässt.

Genau das macht in der Praxis oft den Unterschied. Nicht die eine spektakuläre Maßnahme, sondern die verlässliche Kombination aus Geduld, regelmäßigem Silikonauftrag und gut sitzender Kompression. Besonders nach Operationen mit Spannung auf dem Gewebe kann diese Kombination helfen, die Narbe flacher, weicher und weniger auffällig ausreifen zu lassen.

Narbensalbe oder Silikonpflaster – Was ist besser für mich?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf Ort, Alltag und Handhabung an. Nicht jede Narbe braucht dasselbe Format. Silikongel oder eine Salbe wie Xeragel ist nicht automatisch besser als ein Pflaster. Ein Pflaster ist auch nicht grundsätzlich wirksamer. Beide arbeiten nach demselben Prinzip, aber sie passen zu unterschiedlichen Situationen.

Vergleichsgrafik zwischen Silikon-Narbensalbe und Silikonpflaster hinsichtlich Anwendung, Tragezeit, Diskretion und Eignung für verschiedene Hauttypen.

Wann Gel oder Salbe praktischer ist

Eine narbensalbe mit silikon ist oft die alltagstauglichere Wahl, wenn die Narbe an einer beweglichen, unebenen oder sichtbaren Stelle liegt. Denken Sie an Kinnlinie, Brust, Schulter, Gelenkregion oder eine Narbe in Hautfalten. Dort kann ein Pflaster schlecht sitzen oder sich lösen.

Xeragel wird vom Herstellerkontext als der „Original“-Ansatz innerhalb der Silikonsalben beschrieben. Praktisch heißt das vor allem: Sie tragen eine dünne Schicht auf, lassen sie trocknen und haben keine Klebekante auf der Haut. Das ist angenehm, wenn Kleidung eng anliegt oder Sie eine flexible Lösung möchten.

Ein weiterer Vorteil: Bei kleineren oder geschwungenen Narben können Sie sehr gezielt arbeiten. Sie versorgen genau den Bereich, der behandelt werden soll.

Wann Pflaster die bessere Wahl sein können

Pflaster spielen ihre Stärke auf geraden, flach liegenden Narben aus. Sie decken die Narbe konstant ab und geben vielen Patientinnen ein Gefühl von Schutz. Manche mögen auch, dass sie die Narbe nicht bei jeder Anwendung direkt berühren müssen.

Wenn die Haut das Pflaster gut verträgt und die Körperstelle ruhig ist, kann das sehr komfortabel sein. Besonders bei längeren geraden Narben am Rumpf klappt das oft gut.

Zur Orientierung hilft dieser direkte Vergleich:

Merkmal Narbensalbe (z.B. Xeragel) Silikonpflaster (z.B. Epiderm)
Anwendung Flexibel, dünn auftragbar, gut für unebene Bereiche Aufkleben, besonders praktisch bei flachen geraden Narben
Tragegefühl Kein Rand, kein Zuschneiden nötig Konstante Abdeckung, dafür spürbarer
Sichtbarkeit Nach dem Trocknen eher unauffällig Unter Kleidung je nach Stelle sichtbarer
Bewegliche Körperregionen Oft günstiger bei Gelenken, Falten, Gesicht Kann sich an beweglichen Stellen leichter lösen
Empfindliche Haut Keine Klebefläche, daher oft angenehmer Kann bei manchen Menschen mechanisch reizen

Wenn Sie unsicher sind, hilft eine einfache Entscheidungsfrage: Muss die Lösung sich Ihrer Bewegung anpassen, oder soll sie vor allem konstant auf einer ruhigen Fläche liegen?

Für eine ausführlichere Gegenüberstellung von Formaten und Einsatzbereichen ist der Ratgeber zu Silikongel-Folie oder Silikonsalbe bei Narben nützlich.

Die richtige Anwendung Schritt für Schritt zum Erfolg

Sie stehen nach dem Duschen vor dem Spiegel, die Narbe ist endlich geschlossen, und jetzt soll die Pflege beginnen. Genau an diesem Punkt entstehen die meisten Fehler. Nicht weil das Produkt kompliziert wäre, sondern weil im Alltag oft zu viel, zu früh oder zu unregelmäßig aufgetragen wird.

Eine Person trägt transparentes Silikon-Narbengel auf eine frische Narbe an ihrem Unterarm zur Behandlung auf.

So tragen Sie eine narbensalbe mit silikon richtig auf

Der richtige Zeitpunkt kommt erst, wenn die Wunde vollständig geschlossen ist, keine Kruste mehr besteht und Ihr Behandlungsteam grünes Licht gibt. Auf offene oder nässende Haut gehört Silikon nicht. Das ist besonders nach Bauchdeckenstraffung, Kaiserschnitt oder Fettabsaugung wichtig, weil dort oft früh Kompressionskleidung getragen wird und man die Narbe leicht „mitversorgen“ möchte, bevor sie wirklich bereit ist.

Dann hilft eine feste, einfache Reihenfolge:

  1. Haut sanft reinigen und gut trocknen. Rückstände von Creme, Schweiß oder Wundsekret können die Silikonschicht stören.
  2. Eine sehr dünne Schicht auftragen. Bei Silikonsalbe gilt: weniger ist meist besser. Die Haut braucht keinen dicken Film, sondern eine feine, gleichmäßige Abdeckung.
  3. Trocknen lassen. Erst wenn die Oberfläche trocken ist, sollte Kleidung darüber oder, falls ärztlich vorgesehen, später auch Kompression.
  4. Regelmäßig anwenden. Viele Produkte werden morgens und abends dünn aufgetragen. Entscheidend ist nicht die Extra-Menge, sondern die verlässliche Routine.
  5. Über Wochen und Monate dranbleiben. Narben reifen langsam. Die Pflege wirkt eher wie tägliches Training als wie eine Sofortmaßnahme.

Wenn Sie unsicher sind, ob die Schicht zu dick ist, hilft eine einfache Kontrolle: Die Haut sollte nach dem Trocknen nicht klebrig wirken. Klebt die Stelle noch deutlich an der Kleidung, war es meist zu viel.

Die tägliche Praxis sehen viele lieber einmal in Bewegung statt nur als Text. Diese Demonstration kann helfen, die Menge und den Ablauf besser einzuschätzen.

Warum Geduld den Unterschied macht

Narbenpflege läuft langsamer, als viele Patientinnen und Patienten erwarten. Das ist normal. Frische Narben verändern sich oft über Monate. Rötung, Spannungsgefühl und kleine Höhenunterschiede brauchen Zeit, auch wenn Sie alles richtig machen.

Silikon arbeitet dabei nicht wie ein starkes Medikament mit sofort sichtbarem Effekt. Es unterstützt die Narbe Tag für Tag in einem gleichmäßigeren Heilungsmilieu. Man kann es mit einem guten Verband für das Narbenklima vergleichen. Nicht spektakulär in einem einzelnen Moment, aber hilfreich durch die Summe vieler Tage.

Aus dem Praxisalltag kennt man diesen Verlauf gut. Wer früh nach Wundschluss beginnt, die Schicht dünn hält und feste Anwendungszeiten einbaut, bleibt meist verlässlicher dabei als jemand, der mal viel und dann tagelang gar nichts aufträgt.

Ein fester Rhythmus hilft. Zum Beispiel morgens nach dem Waschen und abends vor dem Schlafengehen.

Wenn Sie zusätzlich mit Pflastern arbeiten oder die Technik noch einmal bebildert prüfen möchten, ist die Anleitung zum richtigen Anwenden von Silikon-Narbenpflastern eine gute Ergänzung. Gerade für Patientinnen nach OP mit Mieder, Bauchband oder Kompressions-BH lohnt sich diese Sorgfalt, weil die Silikonschicht später nur dann angenehm unter der Kompression sitzt, wenn sie wirklich dünn und trocken aufgetragen wurde.

Spezialfall Post-OP Silikonsalbe und Kompressionskleidung

Nach ästhetischen und rekonstruktiven Eingriffen beginnt der Alltag oft nicht ohne Hilfsmittel. Kompressions-BH, Mieder, Bauchband oder Shapewear sitzen viele Stunden direkt auf der Haut. Genau dann taucht eine sehr praktische Frage auf: Wo passt die narbensalbe mit silikon in diese Routine hinein?

Eine Frau zeigt eine längliche Operationsnarbe an ihrem Unterleib, die durch eine professionelle Behandlung gepflegt werden kann.

Das Zusammenspiel beider Methoden

Kompressionskleidung und Silikon machen nicht dasselbe. Kompression unterstützt vor allem das Gewebe, begrenzt Bewegung und gehört bei vielen Eingriffen zur strukturierten Nachsorge. Silikon zielt stärker auf das Mikromilieu der Narbe selbst.

Gerade deshalb ergänzen sich beide gut. Die Kompression kümmert sich um Stabilität und äußere Unterstützung. Die Silikonschicht kümmert sich um die Hautoberfläche und die Reifung des Narbengewebes.

Eine häufige Lücke in der Beratung ist genau diese Kombination. In deutschen Foren fragen Patientinnen nach dem richtigen Timing. Wichtig ist: Salbe dünn auftragen, trocknen lassen, dann Kompression anlegen. Das ist besonders relevant, weil nach Kaiserschnitten bis zu 20 % der Narben zu Hypertrophie neigen können, wie in der Beschreibung der typischen Beratungsfragen zur Kombination aus Silikongel und Kompression zusammengefasst wird.

Ein alltagstaugliches Vorgehen unter Kompression

Wenn Sie Kompressionskleidung tragen, hilft dieser Ablauf:

  • Nach dem Reinigen auftragen: Am besten auf saubere, trockene Haut.
  • Dünn bleiben: Zu viel Produkt erhöht die Chance, dass es unter dem Stoff verschmiert.
  • Trocknungszeit respektieren: Erst wenn die Schicht trocken ist, kommt das Mieder oder der BH darüber.
  • Problemzonen beobachten: In Hautfalten, unter Bändern oder an beweglichen Stellen lohnt ein kurzer Kontrollblick, ob alles an Ort und Stelle bleibt.

Besonders nach Bauchdeckenstraffung, Liposuktion oder Kaiserschnitt ist das wichtig. Dort liegen Stoff, Druck und Bewegung eng an der Narbe an. Wer die Reihenfolge sauber einhält, vermeidet Reibung und nutzt beide Maßnahmen sinnvoll aus.

Viele Patientinnen sind erleichtert, wenn sie merken: Ich muss mich nicht zwischen Kompression und Narbenpflege entscheiden. Ich muss nur die Reihenfolge richtig machen.

Häufige Fragen und die Wahl des richtigen Produkts

Nach einer Operation tauchen oft dieselben Fragen auf. Das ist völlig normal. Narbenpflege wirkt im Alltag nur dann gut, wenn Sie verstehen, warum Sie etwas tun und welches Produkt zu Ihrer Situation passt.

Hilft Silikon auch bei älteren Narben

Ja, auch ältere Narben können auf Silikonpflege ansprechen. Der Unterschied liegt meist im Ziel. Bei frischen Narben möchte man die Heilung früh in eine ruhige Richtung lenken. Bei älteren Narben geht es häufiger darum, die Haut weicher zu halten, Spannungsgefühle zu mindern und die Oberfläche gleichmäßiger wirken zu lassen.

Wichtig ist ein realistischer Blick. Eine ältere Narbe verändert sich meist langsamer als eine frische. Mit Geduld und einer regelmäßigen Anwendung kann die Pflege trotzdem sinnvoll sein.

Darf ich eine Silikonsalbe mit anderen Behandlungen kombinieren

Oft ja. Gerade bei stärker verdickten Narben oder Keloiden wird die Behandlung häufig über mehrere Bausteine aufgebaut. Silikon kann dann ein Teil dieses Plans sein, zum Beispiel ergänzend zu anderen ärztlich begleiteten Verfahren. Eine pharmazeutische Einordnung zur kombinierten Narbentherapie beschreibt diesen Ansatz genauer.

Wenn Ihre Narbe deutlich wulstig wird, stark gerötet bleibt oder zunehmend schmerzt, sprechen Sie früh mit Ihrer behandelnden Praxis.

Das gilt besonders nach Eingriffen wie Bauchdeckenstraffung, Liposuktion oder Kaiserschnitt, wenn zusätzlich Kompressionskleidung getragen wird. Dann sollte die Pflege nicht nur zur Narbe passen, sondern auch zu Druck, Reibung und Ihrem Tagesablauf unter der Kompression.

Welche Rolle spielen Xeragel und Prosil

Bei der Produktauswahl hilft eine einfache Frage: Wie tragen Sie das Mittel in Ihrem Alltag wirklich auf, morgens, abends und unterwegs?

Laut Herstellerangabe basieren diese Produkte auf 100 % reinem Medical Grade Silicone. Für viele Patientinnen und Patienten ist das hilfreich, weil die Formulierung klar gehalten ist.

Xeragel passt gut, wenn Sie eine klassische Anwendung aus der Tube bevorzugen und etwas mehr Fläche versorgen möchten. Prosil im Stiftformat ist praktisch, wenn Sie sehr gezielt auftragen wollen, ohne mit den Fingern direkt über die Narbe zu gehen. Das ist zum Beispiel im Gesicht, an den Händen oder unterwegs angenehm.

Sachlich zusammengefasst: Im Sortiment finden sich solche Formate auch zusammen mit Silikonpflastern und Kompressionslösungen für die postoperative Nachsorge, wie bereits weiter oben erwähnt.

Woran erkenne ich, welches Format zu mir passt

Hilfreich ist ein kleiner Alltags-Check. Fragen Sie sich nicht nur, welches Produkt gut klingt, sondern welches sich unter Ihren realen Bedingungen sauber anwenden lässt.

  • Tube wählen: Wenn die Narbe länger ist, leicht uneben verläuft oder Sie etwas flexibler dosieren möchten.
  • Stift wählen: Wenn Sie punktgenau, hygienisch und unterwegs nachtragen möchten.
  • Pflaster wählen: Wenn die Narbe flach verläuft und eine gleichmäßige Abdeckung gut zu Ihrem Alltag passt.
  • Silikon mit Kompression bewusst abstimmen: Wenn Sie nach der OP Mieder, BH oder Bauchband tragen, ist ein dünn aufzutragendes Produkt oft besonders praktisch, weil es nach dem Trocknen weniger unter dem Stoff stört.

Entscheidend ist nicht, was theoretisch am elegantesten klingt. Entscheidend ist, was Sie zuverlässig und über längere Zeit anwenden. Eine narbensalbe mit silikon ist dann gut gewählt, wenn sie zu Ihrer Narbe, Ihrer Kleidung nach der OP und Ihrer täglichen Routine passt.

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