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Artikel: Silikon Narbenpflaster Erfahrungen 2026: Ein Leitfaden für Patienten

Silikon Narbenpflaster Erfahrungen 2026: Ein Leitfaden für Patienten

Silikon Narbenpflaster Erfahrungen 2026: Ein Leitfaden für Patienten

Wenn Sie sich mit dem Thema Narbenpflege beschäftigen, stoßen Sie unweigerlich auf Silikon-Narbenpflaster. Die Erfahrungen, die Patienten damit machen, sind oft sehr positiv. Viele, die sie konsequent anwenden, berichten, dass ihre Narben deutlich flacher, weicher und unauffälliger werden. Ein oft genannter und sehr willkommener Nebeneffekt: Auch der lästige Juckreiz und das unangenehme Spannungsgefühl lassen spürbar nach.

Inhaltsverzeichnis

Die Grundlagen für eine bessere Narbenheilung verstehen

Aber wie genau funktioniert das? Was macht diese Pflaster so wirksam, dass sie in der modernen Narbentherapie als Goldstandard gelten? Das ist keine Magie, sondern ein cleveres medizinisches Prinzip, das Sie leicht verstehen können.

Stellen Sie sich Ihre Haut nach einer Verletzung vor: Der Körper startet sofort ein beeindruckendes Reparaturprogramm. Manchmal ist er dabei aber etwas übereifrig und produziert zu viel Kollagen. Das Ergebnis ist dann oft eine wulstige, verhärtete oder rötlich verfärbte Narbe. Genau hier setzen wir an, um den Heilungsprozess zu optimieren.

Eine Frau mit einem Silikon-Narbenpflaster auf einer Kaiserschnittnarbe am unteren Bauch für eine bessere Heilung.

Ein schützendes Mikroklima für Ihre Narbe

Ein Silikon-Narbenpflaster erzeugt auf der Haut eine Art Mini-Gewächshaus. Es schließt die natürliche Feuchtigkeit der Haut ein und sorgt für ein perfekt hydriertes Umfeld direkt auf der Narbe. Dieses feuchte Milieu ist der Schlüssel zum Erfolg, denn es bewirkt zweierlei:

  • Es macht das harte, unflexible Narbengewebe wieder weicher und geschmeidiger.
  • Es sendet der Haut das Signal, die überschießende Kollagenproduktion zu drosseln und wieder in einen normalen, ausbalancierten Modus zu schalten.

So wird der Heilungsprozess sanft in die richtigen Bahnen gelenkt. Die Narbe kann flacher und glatter abheilen und passt sich farblich viel besser an die umliegende Haut an. Wenn Sie die komplexen Vorgänge in der Haut noch genauer verstehen möchten, empfehlen wir unseren Artikel über die drei Schichten der Haut und die Narbenbildung.

Für wen sind Silikonpflaster geeignet?

Das Tolle an Silikonpflastern ist ihre vielseitige Einsetzbarkeit. Sie sind eine ideale Nachsorge für frische Operationsnarben, etwa nach einem Kaiserschnitt, einer Brust-OP oder einer Bauchdeckenstraffung.

Aber auch bei älteren, bereits bestehenden Narben können sie noch viel bewirken. Gerade bei hypertrophen (erhabenen) und keloiden (wulstigen) Narben sehen wir in der Praxis oft erstaunliche Verbesserungen, selbst wenn die Narbe schon Monate oder Jahre alt ist.

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen auf einen Blick, für welche Narben Silikonpflaster am besten geeignet sind und wo ihre Grenzen liegen.

Eignung von Silikon-Narbenpflastern nach Narbentyp

Narbentyp Eignung & typische Erfahrung Beispiele
Frische Operationsnarben Hervorragend geeignet. Verhindert eine übermäßige Narbenbildung von Beginn an. Ergebnisse sind schnell sichtbar. Nach Kaiserschnitt, Brust-OPs, Gelenk-OPs, Bauchdeckenstraffung
Hypertrophe Narben (erhaben) Sehr gut geeignet. Macht die Narbe flacher, weicher und reduziert die Rötung. Gilt auch für ältere Narben. Erhabene, rote Narben nach Verbrennungen, Verletzungen oder OPs
Keloide Narben (wulstig) Gut geeignet. Hilft, das Wachstum zu stoppen und die Narbe abzuflachen. Oft in Kombination mit anderen Therapien. Stark wuchernde Narben, die über den Wundrand hinauswachsen
Atrophe Narben (eingesunken) Nicht geeignet. Hier fehlt Kollagen, das Pflaster kann die "Delle" nicht auffüllen. Typische Aknenarben, Windpockennarben

Diese Übersicht macht deutlich: Für die häufigsten Narbenprobleme sind Silikonpflaster eine exzellente und wissenschaftlich belegte Lösung.

Ein wichtiger Hinweis aus der Praxis: Beginnen Sie mit der Anwendung erst, wenn die Wunde komplett verschlossen ist und sich kein Schorf mehr darauf befindet. In der Regel ist das etwa 2-3 Wochen nach einem Eingriff der Fall. Halten Sie aber zur Sicherheit immer Rücksprache mit Ihrem Arzt, um den perfekten Startzeitpunkt zu finden.

Mit diesem Hintergrundwissen können Sie die Erfahrungsberichte, die Sie vielleicht lesen, viel besser einordnen und für sich selbst entscheiden, ob diese bewährte Methode auch für Sie infrage kommt.

Der Gewächshaus-Effekt für Ihre Haut

Viele positive Silikon-Narbenpflaster-Erfahrungen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis eines cleveren biologischen Prinzips. Aber wie kann ein einfaches Pflaster die Narbenheilung so gezielt beeinflussen? Stellen Sie es sich am besten wie ein kleines, persönliches Gewächshaus für Ihre Haut vor.

Dieses Mini-Gewächshaus hat eine ganz zentrale Aufgabe: Es bewahrt die natürliche Feuchtigkeit Ihrer Haut und verhindert, dass sie einfach verdunstet. In der Fachsprache nennt man das Okklusion. Genau diese konstante Feuchtigkeit ist es, die das oft harte und starre Narbengewebe mit der Zeit wieder spürbar weicher und flexibler macht.

Gleichzeitig signalisiert dieses feuchte Milieu den tieferen Hautschichten, dass alles in Ordnung ist. Die Haut „merkt“, dass sie keinen weiteren Schutzwall aus übermäßigem Kollagen mehr aufbauen muss und drosselt die überaktive Produktion. Das ist der erste entscheidende Schritt zu einer unauffälligeren Narbe.

Ein transparentes Silikon-Schröpfglas auf einer Narbe am Unterarm für eine Narbenbehandlung oder Therapie.

Wenn sanfter Druck den Unterschied macht

Doch es ist nicht nur die Feuchtigkeit. Ein gutes Silikonpflaster übt auch einen leichten, aber konstanten Druck auf das Narbengewebe aus. Dieser Druck ist für Sie kaum spürbar, hat aber eine enorme Wirkung auf die Struktur der Haut. Er hilft dabei, die Kollagenfasern, die sich im Narbengewebe oft wild und unorganisiert anordnen, neu und vor allem flacher auszurichten.

Man könnte sagen, die Kombination aus Feuchtigkeit und sanftem Druck gibt der Haut eine klare Anweisung: „Heile geordnet und flach, anstatt wulstiges, unkontrolliertes Gewebe zu bilden.“

Dieses Zusammenspiel ist der Schlüssel zu den überzeugenden Ergebnissen. Auch unabhängige Experten bestätigen diesen Mechanismus: Der durch das Pflaster ausgeübte Druck reduziert die Durchblutung im Gewebe, während der Okklusionseffekt die Hautfeuchtigkeit bewahrt.

Was bedeutet das konkret für Sie und Ihre Narbe?

  • Symptome werden gelindert: Der oft quälende Juckreiz, das Spannungsgefühl und Rötungen lassen deutlich nach. Das allein ist schon eine enorme Erleichterung im Alltag.
  • Die Optik verbessert sich: Die Narbe wird mit der Zeit flacher, heller und weicher. Sie hebt sich weniger von der umliegenden Haut ab.
  • Eine gute Vorsorge: Gerade bei frischen Narben kann die frühzeitige Anwendung die Entstehung von wulstigen, erhabenen Narben von Anfang an verhindern.

Genau dieser Mechanismus sorgt für glattere, unauffälligere Narben und erklärt die wissenschaftliche Basis hinter den vielen positiven Anwenderberichten. Wenn Sie noch tiefer in die Wissenschaft dahinter eintauchen möchten, finden Sie in unserem Ratgeber weitere Details zur Funktionsweise und den Vorteilen von Silikon-Narbenpflastern.

Was die Wissenschaft zur Wirksamkeit sagt

Positive Erfahrungsberichte sind ermutigend. Doch für Mediziner und letztlich auch für Ihre Sicherheit zählen handfeste wissenschaftliche Fakten. Die Empfehlung für Silikonpflaster von Ärzten und Chirurgen beruht nicht nur auf Beobachtung, sondern auf einem soliden Fundament aus klinischen Studien.

Diese Untersuchungen bestätigen, was so viele Anwender im Alltag erleben: Silikon ist ein unglaublich effektiver Helfer bei der Narbenpflege, sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung bestehender Narben. Der Fokus der Forschung liegt dabei ganz klar auf der Prävention. Es geht darum, die Bildung von wulstigen, erhabenen Narben – sogenannten hypertrophen Narben – von Anfang an zu unterbinden. Gerade hier sind die Ergebnisse beeindruckend und zeigen, warum der frühe Start nach dem Wundverschluss so entscheidend ist.

Die Kraft der Vorbeugung in Zahlen

Prozentzahlen aus Studien klingen oft abstrakt. Lassen Sie uns das einmal ganz praktisch übersetzen. In einer wichtigen Studie zur Wirkung von Silikon-Narbenpflastern hat man zwei Gruppen verglichen: In der Gruppe, die nur ein wirkstofffreies Placebo-Pflaster erhielt, entwickelten 40 % der Teilnehmer eine hypertrophe Narbe.

In der Vergleichsgruppe mit einem medizinischen Silikon-Narbenpflaster waren es hingegen nur 6,7 %.

Das ist eine relative Risikosenkung von über 80 %. Anders gesagt: Acht von zehn Personen, die sonst eine unschöne, wulstige Narbe bekommen hätten, konnten dies durch die konsequente Anwendung von Silikonpflastern verhindern. Mehr zu den bahnbrechenden Ergebnissen dieser Studie zu Silikon-Narbenpflastern können Sie übrigens hier nachlesen.

Evidenzbasierte Erstlinientherapie – was heisst das für Sie?

Wenn Mediziner von einer „evidenzbasierten Erstlinientherapie“ sprechen, meinen sie damit die Methode, die aufgrund der wissenschaftlichen Beweislage die erste und beste Wahl sein sollte. Genau diesen Status hat die äußerliche Anwendung von Silikon (als Pflaster oder Gel) in den internationalen ärztlichen Leitlinien zur Narbenbehandlung.

Für Sie als Patient bedeutet das vor allem eins: Sicherheit. Die Empfehlung für ein Silikon-Narbenpflaster nach einer OP ist keine wage Vermutung, sondern fusst auf dem aktuellen Stand der Forschung.

  • Verlässlichkeit: Sie können darauf vertrauen, dass Sie eine Methode anwenden, deren Wirksamkeit in kontrollierten Studien klar nachgewiesen wurde.
  • Sicherheit: Die Anwendung von medizinischem Silikon auf der Haut gilt als äusserst sicher und hat praktisch keine Nebenwirkungen.
  • Bestmögliches Ergebnis: Sie tun aktiv das, was wissenschaftlich am besten belegt ist, um eine flache, blasse und unauffällige Narbe zu fördern.

Genau aus diesem wissenschaftlichen Grund setzen plastische Chirurgen weltweit nach Eingriffen wie Brust-OPs oder Bauchdeckenstraffungen ganz gezielt auf Produkte wie die von Biodermis. Sie wollen ihren Patienten die bestmöglichen Voraussetzungen für eine optimale Heilung und ein ästhetisch überzeugendes Ergebnis mit auf den Weg geben. Wenn Sie noch tiefer in die Materie eintauchen möchten, finden Sie mehr Details in unserem Artikel über die Wissenschaft hinter der Silikon-Narbenpflege.

Wann sehe ich endlich ein Ergebnis? Ein realistischer Zeitplan

„Wann wird meine Narbe endlich besser aussehen?“ Das ist wohl die häufigste und wichtigste Frage, die uns Patienten stellen. Verständlicherweise, denn wer eine Narbenbehandlung beginnt, wünscht sich schnelle Erfolge. Doch die Narbenheilung ist ein Marathon, kein Sprint.

Aus unzähligen Erfahrungsberichten mit Silikon-Narbenpflastern wissen wir: Geduld und konsequente Anwendung sind das A und O. Umso wichtiger ist ein realistischer Zeitplan, der Ihnen hilft, dranzubleiben und die Fortschritte richtig zu deuten.

Die ersten Wochen (1–2): Spürbare Erleichterung statt sofortiger Schönheit

Die wirklich gute Nachricht zuerst: Sie müssen nicht monatelang auf die ersten positiven Effekte warten. Schon nach ein bis zwei Wochen konsequenter Anwendung berichten die meisten Patienten von einer deutlichen Erleichterung im Alltag.

Was in dieser Anfangsphase passiert, ist weniger optisch als vielmehr körperlich spürbar:

  • Der Juckreiz lässt nach: Das oft quälende Jucken, ein typischer Begleiter der Wundheilung, wird spürbar gelindert.
  • Das Spannungsgefühl verschwindet: Die Narbe fühlt sich weicher und flexibler an, was sofort für mehr Komfort sorgt.
  • Rötungen gehen zurück: Die Haut um die Narbe beruhigt sich, ein erstes Zeichen, dass das Pflaster seine Wirkung entfaltet.

Diese ersten Anzeichen sind wertvoll. Sie zeigen, dass das Mikroklima, das das Pflaster erzeugt, genau die richtigen Bedingungen für eine bessere Heilung schafft.

Nach 2–3 Monaten: Jetzt wird es sichtbar

Geduld zahlt sich aus, denn für die wirklich sichtbaren, ästhetischen Veränderungen braucht Ihr Gewebe Zeit. Die Kollagenfasern müssen sich neu organisieren – und das ist ein langsamer Prozess. Rechnen Sie mit mindestens zwei bis drei Monaten, bis sich das Erscheinungsbild Ihrer Narbe deutlich verändert.

In dieser entscheidenden Phase werden Sie feststellen, dass die Narbe:

  • Zusehends flacher wird: Erhabenes, wulstiges Gewebe bildet sich zurück und nähert sich dem Niveau der umliegenden Haut an.
  • Geschmeidiger und weicher ist: Die Verhärtungen im Gewebe lösen sich auf, und die Narbe fühlt sich nicht mehr wie ein Fremdkörper an.
  • Ihre Farbe verändert: Die oft aggressive rote oder violette Färbung verblasst und die Narbe wird unauffälliger.

Diese Beobachtungen aus der Praxis decken sich übrigens exakt mit klinischen Daten. Eine deutsche Untersuchung zur Wirksamkeit von Silikon in der Narbentherapie zeigte, dass 75,7 Prozent der teilnehmenden Dermatologen nach drei Monaten eine gute bis sehr gute Wirkung bestätigten. Insbesondere Rötung, Härte und Erhabenheit der Narben gingen signifikant zurück. Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen wollen, finden Sie hier die Ergebnisse der Untersuchung zur Narbentherapie.

Ein wichtiger Punkt zum Schluss: Das Ziel der Behandlung ist eine deutliche Verbesserung, nicht die komplette Unsichtbarkeit der Narbe. Eine realistische Erwartungshaltung ist der Schlüssel zum Erfolg und schützt vor Enttäuschung. Freuen Sie sich über jeden kleinen Fortschritt – denn er zeigt, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

So wenden Sie Ihr Narbenpflaster richtig an

Selbst das beste Silikonpflaster bringt wenig, wenn die Anwendung nicht stimmt. Viele, die von ihren Silikon-Narbenpflaster-Erfahrungen enttäuscht sind, machen unbewusst kleine Fehler bei der Handhabung. Aber keine Sorge, mit ein paar einfachen Kniffen holen Sie das Maximum aus der Behandlung heraus und geben Ihrer Haut die besten Chancen auf eine schöne, unauffällige Narbe.

Entscheidend ist vor allem der richtige Zeitpunkt für den Start. Legen Sie erst los, wenn die Wunde komplett verschlossen ist, eventuelle Fäden gezogen sind und sich kein Schorf mehr auf der Haut befindet. Das ist meistens so zwei bis drei Wochen nach einem Eingriff der Fall. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie einfach kurz bei Ihrem Arzt nach.

Die Anwendung Schritt für Schritt erklärt

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete – das gilt auch hier. Nehmen Sie sich am Anfang ein wenig Zeit, dann wird die Anwendung schnell zur Routine.

  1. Haut reinigen: Waschen Sie den Narbenbereich und die Haut drumherum sanft mit milder, unparfümierter Seife und Wasser. Tupfen Sie die Stelle danach gründlich trocken. Es ist wirklich wichtig, dass die Haut komplett trocken und frei von Cremes oder Ölen ist, sonst hält das Pflaster nicht richtig.
  2. Pflaster zuschneiden: Schneiden Sie das Pflaster so zu, dass es die Narbe auf allen Seiten um etwa 1–2 cm überlappt. So stellen Sie sicher, dass die gesamte Narbenfläche bedeckt ist und der Rand sicher auf der gesunden Haut klebt.
  3. Blasenfrei aufkleben: Ziehen Sie die Schutzfolie ab und platzieren Sie das Pflaster mittig auf der Narbe. Streichen Sie es dann von der Mitte nach aussen glatt. So vermeiden Sie lästige Luftblasen, die die Wirkung beeinträchtigen könnten.

Am Anfang ist es eine gute Idee, die Haut langsam an das Pflaster zu gewöhnen. Starten Sie mit 4–8 Stunden am Tag und steigern Sie die Tragedauer über ein paar Tage, bis Sie bei den empfohlenen bis zu 24 Stunden angelangt sind.

Diese Infografik gibt Ihnen einen guten Überblick, was Sie im Laufe der Zeit erwarten können:

Eine Infografik zeigt den Zeitplan für sichtbare Ergebnisse bei der Anwendung von Narbenpflastern in drei Schritten.

Wie Sie sehen, ist die Narbenpflege ein Marathon, kein Sprint. Die Erfolge bauen Schritt für Schritt aufeinander auf – Geduld zahlt sich hier wirklich aus.

Wichtig: Die meisten Silikon-Narbenpflaster sind wiederverwendbar. Das bedeutet aber auch, dass Sie es pflegen müssen. Reinigen Sie das Pflaster einfach täglich nach Anleitung des Herstellers mit lauwarmem Wasser und milder Seife. Lassen Sie es an der Luft trocknen, bevor Sie es wieder aufkleben.

Mit diesen Tipps sind Sie bestens gerüstet, um Ihrer Narbe die bestmögliche Pflege zu geben. Wenn Sie noch tiefer ins Thema einsteigen möchten, finden Sie in unserem Ratgeber weitere Details dazu, wie Sie Ihr Silikon-Narbenpflaster richtig anwenden.

Das passende Produkt für Ihre Narbe finden

Jetzt, wo Sie die Wirkungsweise und Anwendung von Silikonpflastern kennen, geht es an die Wahl des richtigen Produkts für genau Ihre Narbe. Jede Narbe ist individuell und hat dementsprechend ganz eigene Bedürfnisse. Darum gibt es bei Biodermis auch eine so große Bandbreite an Formen und Größen.

Denken Sie an eine lange, gerade Narbe nach einem Kaiserschnitt oder einer Bauchdeckenstraffung. Hier sind die langen Epi-Derm Streifen oft die beste Wahl. Bei Narben nach einer Brust-OP, wie einer Vergrößerung oder Straffung, spielen hingegen die speziell geformten Areola-Kreise oder die Anker-Pflaster ihre Stärken aus. Sie schmiegen sich perfekt an die Körperkonturen an und sorgen so für optimalen Kontakt und maximalen Komfort.

Ein Set aus verschiedenen Silikon-Narbenpflastern und einem Maßband auf einem schlichten weißen Hintergrund präsentiert.

Wenn ein Pflaster mal nicht die beste Lösung ist

Es gibt Situationen, da ist ein Pflaster einfach unpraktisch. Für Narben an Gelenken, die ständig in Bewegung sind, oder an sichtbaren Stellen wie dem Gesicht gibt es zum Glück hervorragende Alternativen:

  • Der Pro-Sil Narbenstift: Stellen Sie ihn sich wie einen Lippenpflegestift für Ihre Narbe vor. Er gleitet sanft über die Haut, hinterlässt eine feine Silikonschicht und ist ideal für Hände, Gelenke oder das Gesicht. Er ist unsichtbar und blitzschnell aufgetragen – perfekt für unterwegs.
  • Xeragel Silikongel: Dieses transparente Gel trocknet zu einem hauchdünnen, unsichtbaren Film. Es ist unsere Empfehlung für Narben im Gesicht, da es nicht nur unsichtbar ist, sondern bei Bedarf auch einfach überschminkt werden kann.

Sie müssen diese Entscheidung nicht alleine treffen. Die Auswahl kann auf den ersten Blick überfordernd wirken. Zögern Sie daher nicht, unsere kostenlose Expertenberatung in Anspruch zu nehmen. Gemeinsam finden wir heraus, welches Produkt für Ihre Narbe und Ihren Alltag am besten geeignet ist, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Die richtige Wahl des Produkts ist oft der Schlüssel für positive Silikon Narbenpflaster Erfahrungen. Wenn Sie sich noch tiefer einlesen möchten, finden Sie weitere wertvolle Tipps in unserem Ratgeber über das beste Silikon Narbenpflaster für Ihre Bedürfnisse.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wenn es um die eigene Narbe geht, tauchen verständlicherweise viele Fragen auf. Man möchte alles richtig machen. Aus unserer langjährigen Erfahrung in der Beratung wissen wir genau, was Sie als Patient bewegt. Hier haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst – ehrlich und praxisnah, damit Sie genau wissen, worauf es bei der Anwendung von Silikon-Narbenpflastern ankommt.

Wie lange dauert es, bis ich mit einem Silikon-Narbenpflaster Ergebnisse sehe?

Wir wissen, dass Sie sich schnelle Ergebnisse wünschen. Und tatsächlich spüren viele schon nach ein bis zwei Wochen eine erste Erleichterung: Der Juckreiz lässt nach, das Spannungsgefühl verschwindet. Das ist ein tolles erstes Zeichen! Für die optische Veränderung – also eine sichtbar flachere und unauffälligere Narbe – braucht es aber etwas mehr Geduld. Planen Sie eine konsequente Anwendung von mindestens 2 bis 3 Monaten ein. Erst dann hat die Haut wirklich Zeit, sich neu zu strukturieren. Bei älteren oder sehr wulstigen Narben kann die Behandlung auch mal 6 bis 12 Monate in Anspruch nehmen.

Kann ich mit dem Pflaster duschen oder schwimmen gehen?

Moderne Silikonpflaster sind zwar wasserabweisend, aber für ein Vollbad, eine ausgiebige Dusche oder zum Schwimmen sind sie nicht gemacht. Wasser und Seife schwächen den speziellen medizinischen Kleber und das Pflaster würde nicht mehr richtig haften – die Wirkung wäre dahin. Unser Tipp: Nehmen Sie das Pflaster vor dem Duschen ab, reinigen Sie es kurz unter lauwarmem Wasser, lassen es an der Luft trocknen und kleben es danach wieder auf die saubere, trockene Haut.

Was ist eigentlich besser: Silikonpflaster oder Silikongel?

Das hängt ganz von Ihrer Narbe und Ihrem Alltag ab. Beide setzen auf die Kraft des medizinischen Silikons. Das Silikonpflaster bietet zusätzlich zum Feuchtigkeitseinschluss (Okklusion) noch einen leichten Druck, der besonders bei wulstigen (hypertrophen) Narben hilft. Ein Silikongel, wie unser Xeragel, ist dagegen die perfekte, unsichtbare Wahl für Narben im Gesicht, an Händen oder Gelenken, wo ein Pflaster stören würde.

Wann genau nach einer OP darf ich mit der Narbenpflege starten?

Hier gibt es eine goldene Regel: Die Wunde muss komplett verschlossen sein. Das heißt, die Fäden sind gezogen und es ist kein Schorf mehr zu sehen. Jegliche Anwendung auf einer offenen Wunde ist tabu. In der Regel ist das etwa 2 bis 3 Wochen nach dem Eingriff der Fall. Sprechen Sie den genauen Startzeitpunkt aber unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Kann man Silikon-Narbenpflaster auch bei alten Narben verwenden?

Ja, absolut! Auch wenn die besten Ergebnisse bei frischen Narben erzielt werden, können Silikonpflaster auch das Erscheinungsbild älterer, erhabener (hypertrophen) oder wulstiger (keloider) Narben deutlich verbessern. Es kann zwar etwas länger dauern, aber das Gewebe kann immer noch weicher, flacher und farblich unauffälliger werden.

Wie lange sollte ich das Narbenpflaster täglich tragen?

Für eine optimale Wirkung sollte das Pflaster idealerweise 12 bis 24 Stunden pro Tag getragen werden. Wenn Sie neu mit der Behandlung beginnen, starten Sie mit 4-8 Stunden und steigern Sie die Tragedauer langsam über mehrere Tage, damit sich Ihre Haut daran gewöhnen kann. Konsequenz ist hier der Schlüssel zum Erfolg.


Haben Sie noch weitere Fragen oder sind Sie unsicher, welches Produkt für Ihre spezielle Narbe das richtige ist? Dafür sind wir da. Unser Expertenteam berät Sie gern persönlich und findet mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung.

Im Biodermis-Shop finden Sie eine Auswahl an hochwertigen Produkten, die Ihrer Narbe zu einem optimalen Ergebnis verhelfen.

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